15-03-2006

Eröffnung der Ausstellung „200 Jahre Herzogtum Nassau“


Hessen kann in diesem Jahr auf sein 60jähriges Bestehen zurückblicken. Betrachtet man aber die Ereignisse in der Geschichte Hessens vor 200 Jahren, dann kann man erkennen, dass erst die grundlegende Umgestaltung der hessischen Lande zu Beginn des 19. Jahrhunderts moderne Staaten entstehen ließ. Der Fortschritt, den Nassau und seine Bürger in dieser Zeit erfahren haben, wäre ohne Napoleon und ohne die Gründung des Herzogtums Nassau vor 200 Jahren nicht denkbar gewesen. An dieses Jubiläum und an die Ereignisse der Zeit des Rheinbundes, der unter dem Protektorat Napoleons stand, erinnert jetzt die Ausstellung „200 Jahre Herzogtum Nassau“ der Wiesbadener Casino-Gesellschaft.

Aus Anlass dieses Jubiläums und der Eröffnung der Ausstellung werden Großherzog Henri sowie der Erbgroßherzog Guillaume von Luxemburg und Erbprinz von Nassau am 17. und 18. März die Hessische Landeshauptstadt Wiesbaden besuchen. Großherzogin Maria-Teresa von Luxemburg wird entgegen der ursprünglichen Planung aus familiären Gründen leider nicht an dem Besuch in Hessen teilnehmen können.

Zum Empfang der Königlichen  Hoheiten am Freitag, dem 17. März um 15 Uhr vor der Staatskanzlei in der Georg-August-Zinn-Straße am Kranzplatz ist die gesamte Bevölkerung herzlich eingeladen. Nach einem Besuch im Wiesbadener Rathaus und einem Festakt am Abend im Schloß Biebrich wird anschließend im Beisein von Großherzog, Erbgroßherzog und Ministerpräsident Roland Koch die Ausstellung im Gebäude der Casino-Gesellschaft eröffnet. Die Ausstellung der Wiesbadener Casino-Gesellschaft, die nur durch die großzügige Unterstützung von Sponsoren zustande gekommen ist, steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Erbgroßherzogs Guillaume und des Hessischen Ministerpräsidenten.

Gegenstand der Ausstellung ist die Gründungsphase des Herzogtums Nassau. Die Exponate – Gemälde, Autografen, Karten, Grafiken, Skulpturen sowie Gebrauchsgegenstände – verdeutlichen die Geschichte von der Aufklärung und der Französischen Revolution bis zur Entstehung des frühnassauischen Wiesbadens und seine Einflüsse im Rheingau. Die Ausstellung zeigt diese Entwicklung in vier Abschnitten: Aufklärung, Französische Revolution und Napoleonisches System; Gründung und Aufbau des Herzogtums Nassau; Entwicklung der nassauischen Residenz Wiesbaden und Rheingau – Säkularisation und Rheinromantik. Sie ist in der Wiesbadener Casino-Gesellschaft ab dem 18. März dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr und freitags von 10 bis 20 Uhr geöffnet (http://www.napoleon-nassau.de).

Die Verbindung Hessens zum Großherzogtum Luxemburg beruht auf der gemeinsamen nassauischen Geschichte. Als am 23. November 1890 Wilhelm III. – als Oranier auch König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg – verstarb, ging nach Artikel 3 der luxemburgischen Verfassung die Krone des Großherzogs von Luxemburg auf Herzog Adolph von Nassau über.